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Politik aktuell - zu Gast bei Andreas Zumach

Politik aktuell – zu Gast bei Andreas Zumach | Nothilfe Regime: eine Sackgasse für alle!
Ort: RomeroHaus Luzern, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

Datum / Zeit: Mittwoch, 15. Juni 2011, 19.30 Uhr


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Die Bundesverfassung garantiert all jenen Menschen in unserem Land, die in Schwierigkeiten geraten sind, Hilfe in der Not; eine Hilfe, welche die Würde des Menschen schützt. Doch in den letzten Jahren ist diese Nothilfe systematisch beschnitten worden. Sie dient jetzt vor allem dazu, abgewiesene Asylsuchende möglichst rasch aus der Schweiz zu vertreiben. Aus verschiedenen Gründen verlassen viele von ihnen die Schweiz aber nicht, sondern entziehen sich der staatlichen Kontrolle und tauchen unter. Andere beziehen jahrelang Nothilfe und fristen ein Leben am Rande der Gesellschaft, von der Politik schikaniert und prekarisiert. Die Nothilfeleistungen sichern gerade knapp das Überleben der Betroffenen, garantieren
aber kein würdevolles Leben.

Als Einstieg in die Gesprächsrunde zeigen wir den Film „schweiz: abgeschreckt, aber noch da“ (2011) 25’; Produzent: a-films. Der Film zeigt anhand von drei Sans-Papiers, was es heissen kann, unter dem Nothilfe-Regime zu leben. Abgewiesene Asylsuchende nehmen an der Veranstaltung teil und diskutieren mit.

Gesprächsteilnehmer:

Ruedi Meier, 1979-87 Mitglied Poch-Fraktion im Luzerner Grossen Rat; 1996-2000 Mitglied Grüne im Grossen Stadtrat; seit 2000 Sozialdirektor Stadt Luzern, Vorstand und ehemals Präsident Städteinitiative Sozialpolitik, Mitglied Eidg. Kommission für Migrationsfragen EKM

Moreno Casasola, Historiker, langjähriger Basisaktivist im Asyl- und Migrationsbereich und seit 2010 Generalsekretär von Solidarité sans frontières

Moderation:

Andreas Zumach, studierte 1975 bis 1979 an der Universität Köln Volkswirtschaft und Journalismus; arbeitet als Journalist und Publizist und ist als UNO-Korrespondent für die Berliner taz sowie für weitere Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten tätig; gilt als herausragender Experte auf dem Gebiet des Völkerrechts, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und der internationalen Organisationen.

Eintritt Fr. 18.- / 15.-

RomeroHaus erreichbar ab Bahnhof mit Bus Nr. 6 oder 8 Richtung Würzenbach bis Haltestelle Brüelstrasse (erster Halt
nach Verkehrshaus) oder mit S-Bahn S3, Haltestelle Verkehrshaus
Tel. 041 375 72 72 www.romerohaus.ch Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.